Dokumentations und kulturzentrum deutscher sinti und roma

Dokumentations und kulturzentrum deutscher sinti und roma

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Wass ketne! Let’s get together – das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ist ein Ort der Begegnung und des Dialogs mitten in der Heidelberger Altstadt. Die reiche Kultur der Sinti und Roma wird hier lebendig. Literatur, Malerei, Musik – die kulturellen Beiträge der Minderheit sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Diese Beiträge werden in einer Reihe von Veranstaltungen des Zentrums – Vorträge, Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte und Exkursionen – und in erfolgreicher Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Kulturhaus Karlstorbahnhof präsentiert.

Darüber hinaus ist das Zentrum auch ein Ort des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Insbesondere die einzige Dauerausstellung ihrer Art ermöglicht die Auseinandersetzung und Aufarbeitung des Holocaust an den Sinti und Roma. Dies macht das Zentrum zu einem wichtigen zeitgeschichtlichen Museum und einem Ort der historischen Erinnerung.

Eine seiner Hauptaufgaben ist es daher, die über 600-jährige Geschichte der Sinti und Roma in Deutschland und in Europa zu dokumentieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem nationalsozialistischen Verbrechen des Völkermordes, das jahrzehntelang aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt wurde. Interviews mit Überlebenden des Holocaust, Audio- und Videoaufnahmen ihrer Erinnerungen sowie Recherchen in Archiven im In- und Ausland haben hier Priorität. Darüber hinaus sammelt das Zentrum systematisch persönliche Zeugnisse von Überlebenden und ihren Angehörigen. Dabei sind alte Familienfotos von besonderem Interesse. Aus dieser Arbeit ist mittlerweile ein einzigartiges Archiv entstanden.

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Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Sie erforscht die Geschichte der Berliner Sinti und Roma seit der Weimarer Republik, sowohl im europäischen Kontext als auch anhand persönlicher Biografien. Im Mittelpunkt steht die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma: für die Anerkennung des Holocausts, gegen Antiziganismus und für eine selbstverständliche Normalität als gleichberechtigte Bürger. Über die historische Perspektive hinaus zeigt die Ausstellung zwölf zeitgenössische Porträts aus der Fotoserie “RomaRising” von Chad Evans Wyatt sowie das mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete RomArchiv.

Sinti und Roma leben seit über 600 Jahren in Deutschland und waren bis in die 1930er Jahre in Berlin und anderswo als normale Bürger anerkannt. Mit den Nürnberger Rassengesetzen von 1935 unterwarf das NS-Regime Sinti und Roma den gleichen diskriminierenden und ausgrenzenden Bestimmungen wie die jüdische Bevölkerung. Wenige Jahre später wurden Sinti und Roma in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Im besetzten Europa fielen dem Holocaust an den Sinti und Roma rund 500.000 Menschen zum Opfer.

Dennoch mussten die Überlebenden und ihre Nachkommen jahrzehntelang um die Anerkennung des Holocausts an der Minderheit kämpfen. Erst 2012 gelang der Bürgerrechtsbewegung mit der Einweihung der zentralen Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin ein wichtiger Schritt in Richtung öffentliche Sichtbarkeit. Doch die strukturellen und gesellschaftlichen Vorurteile und der Antiziganismus halten sich hartnäckig. In Ablehnung dieser anhaltenden alltäglichen Diskriminierung fordert die Open Space-Ausstellung die Anerkennung von Sinti und Roma als “gleichberechtigte Bürger” – als Selbstverständlichkeit.

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Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

ZusammenfassungEs hat in der Bundesrepublik Deutschland fast vier Jahrzehnte gedauert, bis die Regierung 1982 den Völkermord an den Sinti und Roma politisch anerkannte. Während dieser Zeit wurde die nationalsozialistische Vernichtungspolitik gegen unsere Minderheit sowohl in der Geschichtsschreibung als auch in den Gedenkbüchern weitgehend ignoriert oder allenfalls als Fußnote behandelt.StichworteDiese Stichworte wurden maschinell und nicht von den Autoren hinzugefügt. Dieser Prozess ist experimentell und die Schlüsselwörter können aktualisiert werden, wenn sich der Lernalgorithmus verbessert.

In: Roth, J.K., Maxwell, E., Levy, M., Whitworth, W. (eds) Remembering for the Future. Palgrave Macmillan, London. https://doi.org/10.1007/978-1-349-66019-3_180Download citationShare this chapterAnyone you share the following link with will be able to read this content:Get shareable linkSorry, a shareable link is not currently available for this article.Copy to clipboard

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung Block 13 über den Völkermord an den Sinti

Im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ist seit 1997 eine Dauerausstellung über das Schicksal der Sinti und Roma und den nationalsozialistischen Völkermord an dieser Minderheit zu sehen.

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Das Zentrum sammelt auch systematisch private Zeugenaussagen von Überlebenden und ihren Angehörigen und ist besonders an alten Familienfotos interessiert. Mit diesen Dokumenten wurde ein Archiv aufgebaut, das in seiner Art einmalig ist. Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma wird in der Dauerausstellung präsentiert und macht das Zentrum zu einem wichtigen zeitgeschichtlichen Museum und zu einem Ort des Gedenkens, der dafür sorgt, dass dieses Kapitel der Geschichte nie in Vergessenheit gerät. Öffnungszeiten Dienstag: 9.30-19.45 Uhr, Mittwoch bis Freitag: 9.30-16.30 Uhr, Samstag und Sonntag: 11-16.30 Uhr

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